Geschichte

Bielstein - eine kleine Chronik

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Das älteste Bild von Bielstein aus dem Jahre 1875
Das Fabrikgebäude im Vordergrund beherbergte eine anno 1871 von Ernst Kind und Karl Kattwinkel gegründete Kunstwollspinnerei. Ende der 90er Jahre wandelte Ernst Kind diesen Betrieb in eine Brauerei um. Am rechten Bildrand das Burghaus.

Für die Entstehung der Gemeinde Bielstein stand geschichtlich Drabenderhöhe im Vordergrund, denn dieses alte Kirchdorf lag im Kreuzungspunkt von zwei einst wichtigen Handelsstraßen, nämlich der einen von Köln über Bensberg ins Siegerland (”ahlde Broederstraiss”) und der anderen, die aus dem Siegtal ins Sauerland (Hagen) führte, genannt Rain- oder Rennweg. Trotz dieser hervorragenden

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Das alte Repschenroth um 1900

Lage von
Drabenderhöhe
befand sich jedoch
der Amtssitz des
Bürgermeisters der
Gemeinde von Beginn an
im unteren Wiehltahl.
Die Entstehung des
NamensBielstein ist
von der
Geschichtsforschung
nicht ganz geklärt worden.
Fest steht, daß der Name
auf den Bau des
Burghauses zurückzuführen ist, das um 1720 von
dem homburgischen Kanzleirat errichtet wurde.
Durch Heirat

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1905 die Hauptstraße mit Cafe Schneider, Haus Roggendorf und Haus Kranenberg
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Bielstein um 1915

fiel die “Burg”
gegen Mitte des
18. Jahrhunderts an
eine Industriellen-
familie aus War-
stein (Sauerland).
Diese Familie gab
wahrscheinlich der
Umgebung um das
Burghaus den Namen
Bielstein in Anlehnung
an die “Bilsteiner Höhlen” bei

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1924 Blick in die Schlosserei der Firma Kind & Co

Warstein. Erst im Jahre 1901 schlossen sich mit Genehmigung der Regierung die dem Burghaus nahegelegenen Gehöfte Repschenroth, Neubielstein und Dreibholz unter dem Namen “Bielstein” zusammen; im folgenden Jahre (1902) wurden die Gehöfte Unterbantenberg und Schwarzenpuhl, schließlich

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1924 Das Edelstahlwerk Kind & Co

1925 die Ortschaft Helmerhausen und 1927 Thalhausen unter dem Namen Bielstein vereinigt. Diese Zentralisierung auf einen Gesamtort war kein Zufall, denn die wirtschaftlichen Schwerpunkte hatten sich, vor allem durch den Bau der Eisenbahnlinie von Osberghausen nach Waldbröl, völlig von der Höhe in

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1925 Der Bahnhof Bielstein in seinen Anfängen

das Wiehltal verlagert. Vor dem genannten Zusammenschluß bestand der Mittelpunkt des heutigen Bielsteins aus dem Dörfchen Repschenroth. Den Namen hatte dieser kleine Ort von der im Winkel von Bechbach und

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1930 Die Bielsteiner Badeanstalt in ihrer ursprünglichen Form mit Rutschbahn

der Wiehl gelegenen Mühle (Repschenrader Mühl), die bereits in der

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1950 Ortszentrum Die Postbus-Haltestelle befand sich noch vor dem Postamt

Mercator-Karte des Jahres 1575 zu finden ist. Untrennbar mit der Entwicklung des Ortes ist die Verdichtung und Verbesserung des Post- und Verkehrswesens. Bielstein (Repschen-

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1952 Erstes Rennen auf der berühmten Strecke im Uelpetal Durch den Moto-Cross-Sport wurde Bielstein weltweit bekannt

roth) erhielt am 1.6.1882 seine erste Postagentur. Das heutige Postamt wurde 1927 gebaut und eröffnet. Die Eisenbahnlinie von Osberghausen

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1955 Hauptstraße

durch das Wiehltal wurde am 21. April 1897 in Betrieb genommen. Mit ihr begann die eigentliche aufstrebende Entwicklung des Ortes Bielstein,denn die junge, im Wiehltal angesiedelte Industrie konnte sich nun auch aller Vorzüge des Verkehrs bedienen. Im Jahre 1907

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Ortsumgehungsstraße Bielstein (L336) um 1970

schließlich beschlossen die Gemeinden Bielstein, Marienberghausen und Nümbrecht eine normalspurige Kleinbahn zu bauen. Diese konnte für Personen- und Güterverkehr im Jahre 1915 in Betrieb genommen werden. Im Jahre 1957 wurde der Personenverkehr auf dieser Strecke stillgelegt, einige Jahre später auch der Güterverkehr.

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1987 Campingplatz Bielstein

Ebenso gehört die Personenzugstrecke von Osberghausen-Bielstein nach Waldbröl seit 1965 der Vergangenheit an. Das Bahnhofsgebäude wurde 1978 abgebrochen und das Gelände in einen modernen Busbahnhof einbezogen. Modernere und

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1990 Burghaus

wirtschaftlichere Verkehrsmittel versorgen heute den Ort und sorgen dafür, daß die Anbindung nach außen erhalten bleibt. Zwar ist Bielstein kommunalpolitisch nicht mehr eine selbstständige Gemeinde, doch hat der Ort im neugeschaffenen Stadtgebilde seine Eigenständigkeit und seine Charakteristik zu erhalten gewußt. In Bielstein wohnen zur Zeit ca. 3000 Menschen.

Heimat- und Kuhstallmuseum
Heimat- und Kuhstallmuseum

Wer Interesse an der Bielsteiner Geschichte hat, sollte ein Besuch im Heimat- und Kuhstallmuseum in Bielstein-Damte nicht scheuen. Hier hat Ernst Birkholz Schätze aus mehreren Jahrhunderten zusammengetragen.